im Takt der Tide

.. wir sind weiter unterwegs. Der Wind ist etwas schwach, sodass wir häufig Motor-segeln. Wenn die Tide gegen uns läuft, kommen wir nur langsam voran, wenn sie mit uns läuft entsprechend schneller. Voraussichtlich sind wir morgen Abend in Brest. Die Mannschaft hat sich inzwischen schon ganz gut eingespielt, das Leben auf engem Raum bringt einem dichter zusammen …

23.203 Schritte in London

Der Zug fährt eine gute Stunde von Brighton bis London Brigde, wir waren um kurz vor 10 dort und sind an St. Pauls Cathedral vorbei über die Millenium Bridge in die Tate Modern.

Tower Bridge
Kunst (Barbara Kruger)

Am Südufer entlang sind wir dann bis zum London Eye gelaufen, über die Westminster Bridge am Big Ben vorbei, durch den St. Jame’s Park mit Blick auf den Buckingham Palace zum Picadilly Circus. In der Regent Street waren wir mit Joeline shoppen und Eis essen, sind dann weiter bis zur Oxford Street. Von dort sind wir mit der ’Tube‘ bis Notting Hill Gate gefahren und sind durch die Portobello Road gelaufen. Glücklicherweise bin ich dort über einen Laden gestolpert, der Gartenschläuche verkauft hat. Nach einer kleinen Runde durch wohlhabendes London

(die Angebote der Makler lagen zw. 2,9 und 10 Mio britische Pfund) haben wir uns bei Mc Donalds versorgt und sind nun auf dem Rückweg.

Brighton, irgendwie keinen zweiten Besuch wert

Heute morgen sind wir in der Marina von Brighton angekommen und sind gegen Mittag mit dem Bus in die Innenstadt – der erste Eindruck: etwas runtergekommen und schmuddelig feiert Brighton seine Lesben und Schwulenkultur ab.

der alternative Part
Aus dem Bus von der Marina zur Innenstadt

Die Seebrücke ist in den Achzigern stehen geblieben, mit angerosteten Fahrgeschäften und übelsten Spielhallen mit kuriosen Spielautomaten und dickem Teppichboden… kein Ort an dem ich Zeit verbringen möchte.

Palace Pier – Palace of bad taste …

Auf dem Weg zum Bahnhof haben wir einen Japaner gefunden, der sehr einladend war: geschmackvoll eingerichtet, sauber und innen gab es außer uns ausschließlich asiatischen Gäste – ein Glücksgriff.

Steffi’s und Norberts Bier

Heute Abend geht es früh ins Bett und Morgen früh fahren wir mit dem Zug nach London.

Update von der KAIMANA

Wir sind unterwegs nach Brighton und fahren nun zum 4. Mal über Nacht, inzwischen hat sich unter einfachen Bedingungen bereits eine gewisse Routine eingestellt.
 
Das Hoch über England ist unser Freund, leider wird es voraussichtlich zu Beginn kommender Woche abgezogen sein. Eigentlich müssten wir die Zeit nutzen um ‚einfach’ durch den Kanal zu kommen, aber wir wollen ja auch was von den Orten sehen …
 
Heute Vormittag hatte ein Segler der Französischen Küstenwache ein Schlauchboot mit ca. 40 Insassen nahe der französischen Küste gemeldet. Heute Mittag haben wir das Boot selbst mitten auf dem Kanal gesichtet, ein riesiges Schlauchboot mit kleinem Motor, wir sind höchtens 150 Meter dran vorbei. Die Französische Marine hat das Ganze mit Abstand beobachtet. Dir UK border control kam um das Boot an der Seegrenze in Empfang zu nehmen, wir konnten das nicht genauer verfolgen, ich vermute, das Schlauchboot wurde zurück geschickt… ein seltsames Gefühl, ein paar der Insassen haben uns gewunken, aber wir haben nicht reagiert … (über Funk haben wir uns mit der UK border control abgestimmt, die waren bereits in Sichtweite und kurze Zeit später vor Ort …)
 
border control
Britische und französische Marine rund ums Flüchtling-schlauchboot

aus Sicht einer Hexe…

Nieuwpoort ist echt ein hübsches Städtchen und wirklich fortschrittlich: Bereits 2012 wurden alle Hexen rehabilitiert…

Ein Blick in die kleinen schmalen Nebengassen wird man manchmal

mit einem kleinen Kunstwerk belohnt:

Morgen wollen wir weiter. Es soll nach Brighton gehen. Norbert hat sich heute Nachmittag um die Routenplanung gekümmert und Joeline und ich sind mit dem Fahrrad in die Stadt gefahren um noch ein paar Lebensmittel zu besorgen.

Tja, auch hier haben die meisten Geschäfte sonntags geschlossen… Aber wir dachten: irgendwo werden wir schon noch etwas auftreiben und haben mit dem Rad sämtliche Gassen nach einem kleinen Geschäft gesucht, das geöffnet hat. Gefunden haben wir einen schnuckeligen „Ijs Salon“:

Einen Mini-Supermarkt haben wir dann auch noch gefunden!

Steffi