das Wasser ist sooo blau

… wir haben 2/3 der Strecke nach Lanzarote geschafft. Gestern waren wir komplett allein, kein schiff zu sehen, kein Schiff aus dem AIS. Der einzige Besuch waren zwei kleine Vögel, die jeweils zwischengelandet sind, um sich auszuruhen (beide sind durch offene Fenter in den Salon geflogen), der eine war richtig zutraulich. Heute waren einige Delfine ums Boot und ein Thunfisch war kurz zu sehen, leider hat er nicht angebissen …
Unser Boot ist in tip top Zustand, in Lagos haben wir noch letzte Kleinigkeiten gemacht, bzw. machen lassen, auch der Hydrogenerator habe ich jetzt korrekt eingestellt und er liefert beim Segeln ab 5 Knoten Fahrt den Strom, den wir benötigen (Beim Motoren kommt der Strom von der Lichtmaschine).
Ich bin heute kurz ins Wasser, es ist viel wärmer als erwartet, richtig angenehme Temperatur. Joeline hat am wenigsten Probleme mit der Seekrankheit, sie war schon am 2ten tag wieder ganz fit, mir geht es seit heute ganz gut und Steffi geht es hoffentlich ab morgen auch wieder richtig gut. Die Eingewöhnung auf See nach Wochen im Hafen ist unangenehm und macht keinerlei Spaß, man vegetiert mehr als dass man lebt und tut nur das, was unbedingt gemacht werden muss. Den Zustand haben wir seit gestern zum Glück überwunden.
Gruß von 32° 08,2’N 11° 49,4W

Noch schön warm in Baiona

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Wir warten aufs Essen

So langsam tritt das Gefühl von Erholung ein. Die Arbeit ist in weite Ferne gerückt – ich denke oft tagelang nicht daran. Höchstens kommt sporadisch der Gedanke, dass ich mal meine Kollegen anrufen müsste/möchte. Ansonsten lebt es sich ganz gut so innen Tag hinein. Natürlich vermisse ich manchmal unser Zuhause und natürlich gibt es auch die Momente, in denen man das Zigeunerleben etwas monoton findet – aber dann findet sich relativ schnell ein neues Highlight an dem man sich erfreuen kann. Nach zwei Nächten Ankern war es nett, heute Abend in einer Stadt zu sein. Nach dem Essen sind wir noch zufällig auf eine Darbietung mit großer Bühne gestoßen und haben und das angeschaut. Ein Australier, den ich in A Coruña beim Anlegen behilflich war, hatte uns heute die Leinen angenommen und ist uns später wieder mit seiner Frau über den Weg gelaufen. Immer wieder beeindruckend, über wieviel Wissen und Vermögen manche Leute verfügen.

Next stop: Islas Cies

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Jeanine und Kevin sind auch hier, wir haben in Ihrem Cockpit noch eine Flasche Cider gekillt, die wir in der Bretagne gekauft haben. Die Insel sehen toll aus, ich freue mich die Erkundung Morgen.

Heute hatten wir ein paar Stunden guten Wind und sind schön gesegelt, eine sehr willkommene Abwechselung nach dem häufigen Motoren zuletzt.

Pink pilgrim in Santiago

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Wir sind mit dem Bus nach Santiago de Compostela gefahren. Ich hatte eine verschlafene Kleinstadt erwartet, tatsächlich handelt es sich um eine große Stadt mit Uni und guter Verkehrsanbindung (kein Wunder, es ist die Haupstadt Galiciens, wie Steffi mich aufgeklärt hat). Die Hälfte der Leute sieht so aus, als wären sie gut gekleidet aus dem Flieger gestiegen, ein Drittel ist so wie wir unterwegs und der Rest hat den Regenponcho an und scheint zu Fuß unterwegs gewesen zu sein. Ein anderer Segler hat das hier als „katholisches Disneyland“ bezeichnet, ich bin gespannt, im Moment sitzen wir geschützt vor Regen im Café.

Zurück in Muros, waren wir abends mit Monika und Thomas von der ‚Pfadfinder’ noch ein paar Tapas essen .