heute Morgen um 0320 (MESZ) Uhr sind wir in der Ria de Viveiro vor Anker gegangen

haben ausgeschlafen, sind ums Boot geschwommen und haben uns auf Frühstück gefreut

Ria de Viveiro
In der Ria de Viveiro
Frühstück für Biscaya Bezwinger
Frühstück

Jens hatte mir noch ein paar Sardinen mitgegeben, die waren sehr lecker – vielen Dank Jens und viele Grüße an die NORD/LB Crew und ans gesamte ABF Team – ich melde mich die Tage mal!

Sonst hatten wir einen relaxten Morgen, mit ‚boat life‘, Musik, Badehose, … das fühlt sich wie Urlaub an 🙂

Golfe de Gascogne – oder: ein Stimmungsbild von der Biscaya

Wir sind mittendrauf (46° 15,163’N 006°34,177’W, 1840 UTC), und das Meer ist ultramarinblau.
Eigentlich wollen wir am letzten Sonntag los, haben aber den Absprung verpasst und mussten dann noch ein paar Tage in Brest warten. Am späten Mittwoch Nachmittag sind wir dann los (gestern).
Seit heute Mittag sind die Bedingungen eigentlich ganz gut, der Schwell vom Altlantik von der Seite ist weg und wir fahren mehr oder weniger direkt vor dem Wind.
Wir sind etwas von der Seekrankheit gezeichnet und noch ca. 40 Stunden von A Coruna entfernt. Die Stimmung ist mäßig, man fragt sich insgeheim doch, weshalb man sich das Geschaukel antut und ob man seine Zeit nicht besser investieren könnte, an möglichen Alternativen mangelt es ja nicht … Immerhin, man lernt sich natürlich auch nochmal besser kennen: welche Tochter hat ihren ihren Vater schon mal Strahlkotzen über die Süllkante gesehen … Ich Tröste mich erstmal auf die Dusche und ein leckeres Essen in Spanien.
Unterwegs gibt’s natürlich das ein oder andere Erlebnis: Wassertiefe ca. 100 Meter und plötzlich ertönt der Tiefenalarm, 30m, 20m, 12m, 6m,5m, 4m, 3,80m und bleibt bei 3,80 stehen. wir hatten das so oder so ähnlich schön ein paar Mal. Entweder ein Fisch oder ein U Boot. Diesmal habe ich in rabenschwarzer Nacht den Motor gestartet und den Gang eingelegt, schwupp es war weg, wieder 100 Meter Wassertiefe. Delfine gab es auch zahlreich in direkt Bootsnähe zu sehen. Insgesamt ist die Bicaya ziemlich leer, kaum andere Boot in AIS Reichweite.

Dauerregen in Brest

Der Himmel ist grau und es regnet seit heute morgen in einem fort. Eigentlich wollten wir heute um 12:30 los aber wir warten noch bis morgen um 13:30 Uhr um dann mit dem Ebbstrom auszulaufen – niemand möchte im Regen am Steuer stehen. Es wird also ein Tag mit Ausschlafen, für administrative Themen, Lernen für die Schule und Lernen für die Wetter- und Recht-Prüfung für den Sporthochseeschifferschein.

Es wird Zeit, dass es weiter geht

Morgen Mittag machen wir uns auf Richtung Spanien, das Wetter ist nicht optimal aber in der Marina breitet sich Langeweile aus und das ist nicht gut. Besser Ankern in Buchten, Baden, Schnorcheln und die Boards ausprobieren …

Die letzten Tage war ich mal mit Joeline am Plage de Dinan, wo wir fünf Jahren im Surfcamp waren, abends waren mit der Crew der Good Fellow im ‚Le boeouf sur le Quaie‘. Joeline war heute mit den Good Fellows im Aquarium und zum shoppen. Wir haben Steffies Geburtstag im ‚Le Crabe Morteau‘ gefeiert und vorhin kam die Crew der Zulu auf einen Cidre vorbei. Tagsüber haben wir noch Kleinkram am Boot erledigt, das Wetter interpretiert, … Das französische Essen ist immer ein Highlight – aber ab einer gewissen Häufung nicht mehr mit der Bordkasse vereinbar … also, Zeit weiter zu ziehen … Die Herausforderungen auf See lassen die Differenzen in den Hintergrund treten, die durch unterschielichen Sichtweisen von ‚jung‘ und ‚alt‘ hin und wieder auftauchen. Wenn ds Segeln im Vordergrund steht, oder sonstige Aktivitäten die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, agieren wir als Mannschaft.

Brico pro, Ciderie, Bénodet, la mer et le Faou

Wir sind etwas rumgekommen, haben eine kleine Ciderie besucht, Joeline und ich waren im Meer. Bénodet ist schön und posh. Brico pro ist ein klasse Bau-und Gartenmarkt der vom Angelzubehör, über Gardena Schläuche bis zum Verpackungsmaterial für unseren Lampensockel alles hatte, was wir suchten.

Irgendwie haben wir bereits einen guten Eindruck von der Gegend erhalten und wahrscheinlich geht es bald weiter.

Steffi und ich sind uns einig, das die Französen sehr höflich sind.

Am 15. August ist nur Locronan geöffnet

… nach dem Sonntag, Feiertag, Frankreich ist heute wegen Maria’s Himmelfahrt geschlossen – schon wieder alles zu und wir können keinen längeren Gartenschlauch im Bricomarché in Chateaulin kaufen. Wir fahren nach Locronan ‚Eines der schönsten Villages Frankreichs‘. Joeline und ich waren vor 5 Jahren schon mal dort, inzwischen sind ein paar originelle Geschäfte verschwunden und durch mehr kommerzielle ersetzt worden. Die meisten Läden werden jedoch noch von ortsansässigen Familien betrieben, so auch ein gemütliches Kaffee in dem ich bretonischen Kuchen gegessen habe:

sehr lecker
Steffi geht’s auch gut

Die Potterie von Stan Brelivet hatte mich vor 5 Jahren beinahe zu einen Kauf verführt, jedoch hatte ich damals gehofft, die Kaufentscheidung mit meiner Frau gemeinsam treffen zu können – dies ist diesmal gelungen. Der Meister hat uns dann sogar noch ein Führung durch seine Werkstatt gegeben.

Stan Brelevit und seine Frau (links)

Danach durften wir wieder feststellen, dass die Franzosen es bezüglich Essen einfach drauf haben. Das Menue du jour war wieder spitze und als wir zurück zum Auto sind, hatten wir Locronan fast für uns alleine.

Leben wie Gott in Frankreich

Wir sind dann nach Brest selbst noch genau mit dem Hochwasser reingekommen, haben angelegt und geduscht und sind los. Es ist Ferienbstimmung in Brest: volle Bars und Restaurants, Musik, Röcke, Kleider, gutes Wetter. Wir haben zum Essen einen wahren Glückstreffer etwas abseits von Hafen gefunden (Tripadvisor sei Dank): ‚Au tours du Chateau‘, ein kleines Menue, über alle Erwartungen gut mit sehr freundlicher Bedienung, das Essen excellent mit einen unschlagbaren Preis Leistungs-Verhältnis. Wir liegen in der Marina du Chateau, abends dringt noch leise Musik ins Boot. Neben uns ist eine, bzw. die Marine Basis und gelegentlich fliegt eine Marine Hubschrauber lautstark über die Marina – scheinbar wurde dass französische Militär nicht zu Tode gespart… très bien.