Fischauktion – wir waren dabei

Steffis Wecker hat um 5 geklingelt 🙁 und um halb sechs sind wir los.

Der Kutter, mit dessen Kapitän wir gestern gesprochen haben, wurde noch entladen, 11 Kisten gestapelt mit dem Bordkran aus der Luke des Kutters, Eis runter, aufs Rollband in eine von 6 Auktionshallen. Halle 1 war fast vollständig von einem Kutter gefüllt. Wir haben gefragt und durften rein, haben alle Hallen angeschaut, überall der gleiche Fisch: Merlusa Volanta, Seehecht.

Wir waren auch in der Cafeteria, die meisten Leute waren verwundert aber sehr freundlich. Auch der Staplerfahrer hatte uns von gestern erkannt und hat uns noch ein paar Erläuterungen zum Ablauf der Auktion gegeben. Um 6:30 begann die Auktion, immer 10 Kisten, in jeder Kiste ca. 20 kg, der Auktionstor zählt den Preis runter, jemand nickt, die Mannschaft des Fischunternehmens legt die Zettel die Kiste und bereitet den Transport vor.

Auktion im Gange
Seehecht

Fischauktion in Celeiro

Wir sind relativ früh los um eine der grössten Fischauktionen in der Gegend zu sehen, waren aber zu spät, es wurden schon wieder die leeren Kisten auf die Boote geladen. Wir haben erfahren, dass die Boote nachts anlanden und , dass die Fische dann um 06:30 innerhalb kurzer versteigert werden, das Business ist international, drop-off points gibt es in ganz Europa und dann fährt der Fisch mit dem LKW weiter. Die meisten Kutter fangen mit Langleine, in Frankreich und bis Irland und sind ca. 2 Tage unterwegs. Neben den Hallen warten bereits die Kühltrailer – morgen werden wir früher dran sein.
In einer kleinen Paneria hat uns die netteste Verkauferin unsere Bemühungen auf Spanisch gelobt und uns alle Brotsorten vorgestellt und Eier ihrer Hühner verkauft.

Danach gab es in der Hafenkneipe Café Solo, Café con lêche und Tostadas

Tostadas schmieren
Schmeckt lecker

Zurück auf der KAIMANA gabs nochmal ausführliches Frühstück und gleich ist Siesta

Übrigens

Das Beste an der Biskaya war der Sternenhimmel. die zweite Nacht war nahezu wolkenlos und ohne Mond. ich habe noch nie so viele Sterne gesehen und die Milchstraße so deutlich. Vor den unendlich vielen Sternen haben sich die ‘bekannten‘ Sternbilder nochmal deutlich abgehoben. Man ahnt, wie in der Vorzeit nach Sternen navigiert wurde. Als wir dann in Küstennähe kamen war über den Ortschaften deutlich ein heller Nebel zu sehen – Lichtverschmutzung. Wir verpassen den Zauber des Sternenhimmels …

Viveiros

Tolle Altstadt mit engen Gassen, einer Menge kleiner Geschäfte und Boutiquen und überall die Gassen sind voll.
Nachdem wir das Ganze etwas erlebt haben fällt mir ein, was ich mal in einem Spanisch Kurs gelernt habe: Spanier machen typischerweise Urlaub an der spanischen Küste und die Spanier mit Kohle verbringen den wohl im angenehmen Klima Galiciens.

Nebenbei, ich hatte ‚Polpe’ und wir sind uns alle einig: die Franzosen sind die ungeschlagenen Meister der guten Küche.

heute Morgen um 0320 (MESZ) Uhr sind wir in der Ria de Viveiro vor Anker gegangen

haben ausgeschlafen, sind ums Boot geschwommen und haben uns auf Frühstück gefreut

Ria de Viveiro
In der Ria de Viveiro
Frühstück für Biscaya Bezwinger
Frühstück

Jens hatte mir noch ein paar Sardinen mitgegeben, die waren sehr lecker – vielen Dank Jens und viele Grüße an die NORD/LB Crew und ans gesamte ABF Team – ich melde mich die Tage mal!

Sonst hatten wir einen relaxten Morgen, mit ‚boat life‘, Musik, Badehose, … das fühlt sich wie Urlaub an 🙂

Dauerregen in Brest

Der Himmel ist grau und es regnet seit heute morgen in einem fort. Eigentlich wollten wir heute um 12:30 los aber wir warten noch bis morgen um 13:30 Uhr um dann mit dem Ebbstrom auszulaufen – niemand möchte im Regen am Steuer stehen. Es wird also ein Tag mit Ausschlafen, für administrative Themen, Lernen für die Schule und Lernen für die Wetter- und Recht-Prüfung für den Sporthochseeschifferschein.

Es wird Zeit, dass es weiter geht

Morgen Mittag machen wir uns auf Richtung Spanien, das Wetter ist nicht optimal aber in der Marina breitet sich Langeweile aus und das ist nicht gut. Besser Ankern in Buchten, Baden, Schnorcheln und die Boards ausprobieren …

Die letzten Tage war ich mal mit Joeline am Plage de Dinan, wo wir fünf Jahren im Surfcamp waren, abends waren mit der Crew der Good Fellow im ‚Le boeouf sur le Quaie‘. Joeline war heute mit den Good Fellows im Aquarium und zum shoppen. Wir haben Steffies Geburtstag im ‚Le Crabe Morteau‘ gefeiert und vorhin kam die Crew der Zulu auf einen Cidre vorbei. Tagsüber haben wir noch Kleinkram am Boot erledigt, das Wetter interpretiert, … Das französische Essen ist immer ein Highlight – aber ab einer gewissen Häufung nicht mehr mit der Bordkasse vereinbar … also, Zeit weiter zu ziehen … Die Herausforderungen auf See lassen die Differenzen in den Hintergrund treten, die durch unterschielichen Sichtweisen von ‚jung‘ und ‚alt‘ hin und wieder auftauchen. Wenn ds Segeln im Vordergrund steht, oder sonstige Aktivitäten die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, agieren wir als Mannschaft.

Brico pro, Ciderie, Bénodet, la mer et le Faou

Wir sind etwas rumgekommen, haben eine kleine Ciderie besucht, Joeline und ich waren im Meer. Bénodet ist schön und posh. Brico pro ist ein klasse Bau-und Gartenmarkt der vom Angelzubehör, über Gardena Schläuche bis zum Verpackungsmaterial für unseren Lampensockel alles hatte, was wir suchten.

Irgendwie haben wir bereits einen guten Eindruck von der Gegend erhalten und wahrscheinlich geht es bald weiter.

Steffi und ich sind uns einig, das die Französen sehr höflich sind.